Startseite
Dokumentation

Anleitung – Schritt für Schritt

Diese Dokumentation begleitet dich durch den gesamten Prozess im Aufstellungsraum – vom ersten Anliegen bis zum verbindlichen nächsten Schritt. Du kannst sie von Anfang bis Ende lesen oder gezielt zu einem Schritt springen.

Worum es geht

Das Innere Team macht deine inneren Stimmen sichtbar. Statt dich von einem Gefühl überrollen zu lassen, stellst du alle Beteiligten als Anteile auf die Bühne, hörst jedem zu und findest aus der ruhigen Mitte heraus einen stimmigen nächsten Schritt.

Innere Vielfalt ist gesund. Widersprüche und gemischte Gefühle sind ein Zeichen psychologischer Flexibilität – jede Stimme ist ein wertvoller Anteil von dir, der etwas Gutes für dich will.

Der Prozess folgt sieben Schritten. Du musst sie nicht starr abarbeiten – aber sie geben dir einen roten Faden.

1 · Auftragsklärung – Fokus & Thema

Jede Aufstellung beginnt mit einer klaren Frage. Je deutlicher der Anlass, desto deutlicher zeigen sich die relevanten inneren Anteile.

  1. 1Wähle ein passendes Themenfeld (z. B. Ruhestand, Beziehung, Werte oder ein offenes Thema).
  2. 2Formuliere dein Anliegen in einem Satz – konkret und in der Gegenwart.
  3. 3Lies die Impulsfragen, wenn du noch unsicher bist, was genau dich beschäftigt.

«Um welche Situation oder Entscheidung geht es heute genau?»

2 · Anteile sammeln

Lass alle Stimmen unzensiert zu Wort kommen. Sammle die verschiedenen inneren Reaktionen zu deinem Thema und gib jeder einen passenden Namen.

  1. 1Öffne die Bibliothek der Archetypen und wähle passende Vorschläge – oder lege einen eigenen Anteil an.
  2. 2Gib jedem Anteil einen Namen, der seine Haltung trifft (z. B. „Die Freiheitssuchende“, „Der Besorgte“).
  3. 3Keine Sorge um Vollständigkeit – du kannst jederzeit weitere Anteile ergänzen.
Achte besonders auf die leisen oder spät kommenden Stimmen. Oft melden sich die „Spätzügler“ erst, wenn die lauten Anteile sich ausgetobt haben – und bringen die wertvollsten Ressourcen mit.

3 · Die Bühne – der innere Platz

Bring die Anteile aus dem Kopf in den Raum. Die räumliche Anordnung schafft Distanz, um die Situation von außen zu betrachten. Drei einfache Gesten genügen:

Position ändern

Ziehe einen Anteil per Drag & Drop an die Stelle, an der er für dich steht. Wer drängt nach vorne, wer hält sich zurück?

Tiefe (Nähe & Distanz)

Je weiter oben du einen Anteil platzierst, desto weiter rückt er in den Hintergrund. Anteile weiter unten stehen dir näher und präsenter gegenüber.

Lautstärke (Größe)

Über den Eckgriff eines Anteils änderst du seine Größe – also wie laut diese Stimme gerade in dir ist.

«Wer sitzt ganz vorne? Wer versteckt sich im Hintergrund? Wer geht wem auf die Nerven?»

4 · Steckbrief – Eigenschaften dieses Anteils

Hinter jedem Teammitglied steckt eine Absicht – meist eine positive, selbst wenn sie blockierend wirkt. Klicke einen Anteil an, um seinen Steckbrief zu öffnen, und halte deine Erkenntnisse fest.

  1. 1Kernbotschaft: Was genau sagt dieser Anteil?
  2. 2Absicht & Befürchtung: Welches Anliegen oder welche Sorge steckt dahinter?
  3. 3Bedürfnis & Lösungsbeitrag: Was braucht dieser Anteil – und was kann er Gutes beitragen?

«Was ist die positive Absicht dieser Stimme für dein Leben?»

5 · Beziehungen – Konflikte & Allianzen

Anteile stehen selten isoliert. Manche reiben sich aneinander, andere bilden heimliche Bündnisse. Verbinde zwei Anteile, um ihre Beziehung sichtbar zu machen.

  1. 1Markiere einen Konflikt zwischen zwei Anteilen, die sich widersprechen.
  2. 2Markiere eine Allianz zwischen Anteilen, die im Bündnis stehen – auch im heimlichen.
  3. 3Beobachte, welche Stimme überfahren wird und welche du vielleicht vermisst.
Beobachtungs-Impulse: Wer steht ganz vorne und brüllt am lautesten? Wer wird in die Ecke gedrängt? Wer bildet heimliche Allianzen? Welche Stimme schweigt?

6 · Der Team-Kompass – der runde Tisch

Der Team-Kompass ist das Herzstück der Synthese. Er dient nicht dazu, eine Stimme zu überstimmen, sondern schafft einen geschützten Raum, in dem alle Anteile gehört werden. Durch das Gegenüberstellen von Kernbotschaft, Bedürfnis und Lösungsbeitrag erkennst du, welche Kräfte im Konflikt stehen und wo sich tragfähige Allianzen bilden.

Dein bewusstes Ich – das Oberhaupt – übernimmt dabei die Moderation. Es hört allen Stimmen aufmerksam zu, lässt sich von keiner einzelnen kapern und behält aus der ruhigen Mitte den Überblick. Es wird verhandelt, nicht abgestimmt.

«Als Chef/in deines Inneren Teams: Wie integrierst du die Bedenken des Vorsichtigen, ohne dass er alles blockiert?»

7 · Erster Schritt & PDF-Export

Ein gutes Meeting endet mit einer klaren Vereinbarung. Sichere den nächsten Schritt – konkret, klein und von allen Anteilen mitgetragen.

  1. 1Halte den ersten Schritt verbindlich fest: Was kann das Team beschließen, hinter dem alle stehen?
  2. 2Frage dich: Was braucht das besorgte Teammitglied, um mitzugehen?
  3. 3Exportiere die Aufstellung als PDF, um sie mitzunehmen oder mit deinem Coach zu teilen.
Pro-Nutzer können den Export mit dem eigenen Logo und Praxisnamen versehen (White-Label).

Sitzungen speichern & weiterarbeiten

Über „Sitzung speichern“ in der Werkzeugleiste sicherst du deinen aktuellen Stand. Pro-Nutzer können mehrere Sitzungen anlegen, später wieder öffnen und weiterarbeiten. Mit „Sitzung schließen“ kehrst du zurück, ohne etwas zu verlieren.

Verschlüsselung – deine Inhalte bleiben privat

Deine sensiblen Sitzungsinhalte werden Ende-zu-Ende verschlüsselt (Zero-Knowledge). Das heißt: Selbst der Betreiber kann sie nicht lesen. Beim Einrichten legst du einen persönlichen Schlüssel fest und erhältst einen Recovery-Code.

Bewahre persönlichen Schlüssel und Recovery-Code sicher auf. Ohne sie sind verschlüsselte Inhalte unwiderruflich verloren – das ist der Preis echter Privatsphäre. Den Recovery-Code kannst du im Konto jederzeit neu erzeugen.

Bereit, loszulegen?

Aufstellungsraum öffnen